Welche Terrassendielen sind besonders langlebig? Vergleichen Sie Holzarten, Bambus und WPC und erfahren Sie, wovon die Lebensdauer einer Terrasse abhängt.
Welche Terrassendielen halten am längsten? Holzarten im Vergleich

Welche Terrassendielen haben die höchste Lebensdauer?

Wer eine neue Terrasse plant, möchte verständlicherweise wissen, welches Material besonders lange hält. Häufig konzentriert sich die Auswahl ausschließlich auf die verwendete Holzart. Die tatsächliche Lebensdauer einer Terrasse hängt jedoch nicht nur vom Material ab.

Ebenso wichtig sind die Produktqualität, die Unterkonstruktion, eine ausreichende Hinterlüftung, der Wasserablauf, der Standort und die fachgerechte Montage. Auch Reinigung und Pflege können die Nutzungsdauer und das Erscheinungsbild beeinflussen.

Das gilt nicht nur für Terrassendielen aus Holz und Bambus, sondern ebenso für WPC-Terrassendielen. Selbst ein widerstandsfähiges Material kann vorzeitig geschädigt werden, wenn Wasser nicht ablaufen kann, die Abstände nicht eingehalten werden oder die Montagevorgaben des Herstellers missachtet werden.

Dauerhaftigkeit und Lebensdauer sind nicht dasselbe.

Die Begriffe Dauerhaftigkeit und Lebensdauer werden häufig gleichgesetzt. Sie beschreiben jedoch unterschiedliche Eigenschaften.

Die Dauerhaftigkeit von Holz gibt an, wie widerstandsfähig das Kernholz gegenüber holzzerstörenden Organismen, insbesondere Pilzen, ist. Die natürliche Dauerhaftigkeit von Holzarten wird nach DIN EN 350 bewertet.

Die Lebensdauer oder Gebrauchsdauer bezeichnet dagegen den Zeitraum, in dem eine konkrete Terrasse unter den tatsächlichen Bedingungen genutzt werden kann. Dabei spielen neben dem Material auch Konstruktion, Feuchtigkeit, Klima, Montage, Pflege und Beanspruchung eine wichtige Rolle.

Für WPC-Terrassendielen gelten die Dauerhaftigkeitsklassen von Massivholz nicht. Anforderungen und Prüfverfahren für WPC-Bodenbeläge sind unter anderem in der Normenreihe DIN EN 15534 festgelegt.

Vergleich von verwitterten grauen Bambus-Terrassendielen und frisch gereinigten sowie geölten Dielen.

Die fünf Dauerhaftigkeitsklassen für Holz

Die Dauerhaftigkeit gegenüber holzerstörenden Pilzen und damit die „Haltbarkeit“ von Hölzern im Freien hängt von der natürlichen Dauerhaftigkeit der einzelnen Holzarten ab.

In der europäischen Norm (EN 350-2) sind Terrassenhölzer in sogenannten Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt (1= sehr dauerhaft, 5= nicht dauerhaft). Hierbei wird die Widerstandsfähigkeit gegen Insekten, Pilze und Schädlinge geprüft, welche das Verrotten des Holzes verstärken. Die Prüfung der natürlichen Dauerhaftigkeit erfolgt durch Labor- und Freilandversuche. Hierbei wird der Versuchsaufbau so gestaltet, dass die Hölzer Erdkontakt haben. Pilze sind in der Erde besonders aktiv, sodass sich anhand der Versuche die Dauerhaftigkeit der Hölzer gut ermitteln lässt. Mindestens so wichtig wie die natürliche Dauerhaftigkeit der Holzart ist die richtige Verwendung der Hölzer, da Gebrauchsdauer und Haltbarkeit stark von der fachgerechten Montage abhängig sind. Wasser muss schnell abgeführt werden und es muss eine ausreichende Hinterlüftung sichergestellt sein.

Klasse * Holzarten Lebensdauer 1 = sehr dauerhaft Teak, Bambus, Ipe mind. 25 Jahre 1-2 = sehr dauerhaft Jatoba, Cumaru Robine mind. 20 Jahre 2 = dauerhaft Bangkirai, Bongossi  15-25 Jahre 3 = mäßig dauerhaft Douglaise, sibr. Lärche10-15 Jahre 4 = wenig dauerhaft Fichte, Kiefer5-10 Jahre 5 = nicht dauerhaft Buche unter 5 Jahre. * Gilt nur Kernholz. Angegeben wird die Dauerhaftigkeit gegenüber einem Befall durch holzzerstörende Pilze.


Bei natürlichen Holzarten bezieht sich die Einstufung zudem grundsätzlich auf das Kernholz. Splintholz besitzt häufig eine wesentlich geringere Widerstandsfähigkeit. Herkunft, Wachstumsbedingungen, Alter und Sortierung können ebenfalls zu Unterschieden innerhalb einer Holzart führen.

Drei Materialproben mit unterschiedlich starker Verwitterung und Feuchtigkeitsschäden im Vergleich.

Welche Terrassenmaterialien sind besonders langlebig?

Ipe und Massaranduba

Ipé und Massaranduba gehören zu den besonders widerstandsfähigen Terrassenhölzern. Sie werden je nach genauer botanischer Art, Herkunft und Qualität häufig der Dauerhaftigkeitsklasse 1 beziehungsweise einem Bereich von Klasse 1 bis 2 zugeordnet.

Diese Hölzer sind sehr hart und schwer. Dadurch sind sie mechanisch belastbar, aber auch anspruchsvoller in der Verarbeitung. Für Schraubverbindungen sind normalerweise Vorbohrungen und geeignete Werkzeuge erforderlich.

Bei Tropenhölzern sollte zusätzlich auf einen nachvollziehbaren Herkunftsnachweis und eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft geachtet werden.

Cumaru

Cumaru besitzt ebenfalls eine hohe natürliche Widerstandsfähigkeit und wird häufig den Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2 zugeordnet.

Das Holz ist hart, schwer und belastbar. Bei der Verarbeitung müssen seine hohe Dichte und das natürliche Quell- und Schwindverhalten berücksichtigt werden. Eine geeignete Unterkonstruktion, ausreichende Abstände und korrosionsbeständige Befestigungsmittel bleiben trotz der hohen Materialbeständigkeit unverzichtbar.

Robinie

Die Robinie gehört zu den widerstandsfähigsten in Europa wachsenden Holzarten. Gut ausgebildetes Kernholz kann eine sehr hohe natürliche Dauerhaftigkeit erreichen.

Innerhalb eines Stammes können jedoch Unterschiede bestehen. Junges Kernholz und Splintholz sind weniger widerstandsfähig als adultes Kernholz. Bei Robinien-Terrassendielen sind deshalb eine sorgfältige Sortierung und ein möglichst geringer Splintholzanteil besonders wichtig.

Bangkirai

Bangkirai ist ein bekanntes Terrassenholz und wird im Allgemeinen der Dauerhaftigkeitsklasse 2 zugeordnet.

Unter dem Handelsnamen Bangkirai können jedoch unterschiedliche botanische Arten und Qualitäten angeboten werden. Die tatsächlichen Eigenschaften können deshalb variieren. Auch natürliche Risse, Verformungen und das Auswaschen von Holzinhaltsstoffen sind möglich.

Die Bezeichnung Bangkirai allein ist daher noch kein ausreichendes Qualitätsmerkmal. Herkunft, botanische Art, Sortierung und Trocknung sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

Lärche und Douglasie

Lärche und Douglasie werden häufig gewählt, wenn ein vergleichsweise preisgünstiges oder europäisches Terrassenholz gewünscht wird.

Ihre natürliche Dauerhaftigkeit liegt meist unter der von Robinie oder hochwertigen tropischen Harthölzern. Ein besonders sorgfältiger konstruktiver Holzschutz ist deshalb entscheidend.

Können die Dielen nach Regen schnell trocknen und werden Staunässe, Erdkontakt und dauerhafte Verschattung vermieden, können auch Lärche und Douglasie für Terrassen eingesetzt werden. An dauerhaft feuchten und schlecht belüfteten Standorten ist mit einer geringeren Gebrauchsdauer zu rechnen.

Kiefer und Fichte

Unbehandelte Kiefer und Fichte besitzen keine besonders hohe natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber holzzerstörenden Pilzen. Für frei bewitterte Terrassen sollten diese Holzarten deshalb nur verwendet werden, wenn das konkrete Produkt für diesen Einsatz entsprechend behandelt oder modifiziert wurde.

Bei druckimprägnierten Dielen hängt die Gebrauchsdauer unter anderem von der Qualität und Eindringtiefe der Imprägnierung, der Nachbehandlung von Schnittkanten, der Konstruktion und der tatsächlichen Feuchtebelastung ab.

Thermisch modifizierte Hölzer

Durch eine kontrollierte Wärmebehandlung können beispielsweise Esche oder Kiefer in ihren Eigenschaften verändert werden. Die Behandlung reduziert unter anderem die Feuchtigkeitsaufnahme und verbessert die Formstabilität.

Thermisch modifizierte Hölzer dürfen jedoch nicht pauschal einer bestimmten Dauerhaftigkeitsklasse zugeordnet werden. Die Eigenschaften hängen von der verwendeten Holzart, dem Behandlungsverfahren und der Qualität des jeweiligen Produktes ab.

Maßgeblich sind daher die technischen Angaben, Prüfungen und Montagevorgaben des Herstellers.


Bambus-Terrassendielen

Bambus ist botanisch kein Holz, sondern ein verholzendes Gras. Hochwertige Bambus-Terrassendielen werden aus Bambusstreifen oder Bambusfasern hergestellt, die thermisch behandelt, verdichtet und mit einem Bindemittel zu einem widerstandsfähigen Terrassenprodukt verarbeitet werden. Bambusdielen werden der Dauerhaftigkeitsklasse 1 zugeordnet.

Hochverdichtete und thermisch behandelte Bambus-Terrassendielen können eine langlebige Alternative zu klassischen Terrassenhölzern darstellen. Voraussetzung ist jedoch auch hier eine fachgerechte Montage mit sicherem Wasserablauf, ausreichender Hinterlüftung und regelmäßiger Pflege nach den Herstellerangaben.

Optischer Vergleich-zwischen Holzdielen und WPC-Dielen

Wie langlebig sind WPC-Terrassendielen?

WPC steht für Wood Polymer Composite beziehungsweise Holz-Polymer-Werkstoff. Das Material besteht aus cellulosehaltigen Bestandteilen und thermoplastischen Kunststoffen. Je nach Produkt können weitere Zusatzstoffe, Farbpigmente und Stabilisatoren enthalten sein.

WPC ist keine Holzart und wird deshalb nicht nach den Dauerhaftigkeitsklassen für Massivholz eingestuft. Für Profile und Formteile aus WPC, die als Bodenbelag im Außenbereich eingesetzt werden, enthält die DIN EN 15534-4 Anforderungen an die Produkteigenschaften.

WPC-Terrassendielen gelten im Allgemeinen als dimensionsstabil, feuchtigkeitsbeständig und pflegeleicht. Sie müssen normalerweise nicht regelmäßig geölt werden, um ihre Gebrauchstauglichkeit zu erhalten. Trotzdem sind WPC-Dielen nicht wartungsfrei. Schmutz, Laub, Algen und andere Ablagerungen müssen regelmäßig entfernt werden.

Die Qualität von WPC kann stark variieren

Die Bezeichnung WPC allein sagt noch wenig über die Qualität oder die zu erwartende Gebrauchsdauer aus. Die Eigenschaften werden unter anderem beeinflusst durch:

  • die Zusammensetzung des Materials,
  • die Qualität der eingesetzten Rohstoffe,
  • das Mischungsverhältnis,
  • die verwendeten Kunststoffe,
  • die Profilkonstruktion,
  • die Wandstärke,
  • die Oberflächenbehandlung,
  • die UV-Stabilisierung und
  • die Qualität des Herstellungsverfahrens.

Deshalb können sich WPC-Produkte hinsichtlich Stabilität, Feuchtigkeitsaufnahme, Farbveränderung und Widerstandsfähigkeit deutlich unterscheiden.

Als Orientierung können unabhängige Prüfungen und Qualitätssiegel dienen. Für das Qualitätssiegel der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe werden unter anderem Beständigkeit, Stabilität, Temperaturverhalten und Belastbarkeit der WPC-Dielen geprüft.

Vollprofile und Hohlkammerprofile

WPC-Terrassendielen werden unter anderem als Vollprofile und Hohlkammerprofile angeboten. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass jede Volldiele besser oder langlebiger als jedes Hohlkammerprofil ist.

Entscheidend sind die gesamte Profilkonstruktion, die Materialqualität, die Wandstärken, die vorgesehenen Spannweiten und die Herstellerfreigaben.

Bei Hohlkammerdielen muss besonders darauf geachtet werden, dass kein Wasser dauerhaft in den Kammern stehen bleibt. Schnittkanten, Abschlussprofile und die Verlegerichtung müssen entsprechend den Herstellerangaben ausgeführt werden.

WPC arbeitet bei Temperaturänderungen

WPC reagiert stärker auf Temperaturänderungen als Massivholz. Die Dielen können sich bei Wärme ausdehnen und bei Abkühlung wieder zusammenziehen.

Die vorgeschriebenen Abstände zu Hauswänden, Randsteinen und anderen festen Bauteilen müssen deshalb unbedingt eingehalten werden. Auch die Abstände zwischen den Dielen, die Befestigungspunkte und die maximale Verlegelänge richten sich nach dem jeweiligen System.

Eine Missachtung dieser Vorgaben kann zu aufgewölbten Dielen, verschobenen Fugen oder Spannungen innerhalb der Konstruktion führen.

WPC kann sich in der Sonne stark erwärmen

Insbesondere dunkle WPC-Oberflächen können sich bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich aufheizen. Das sollte bei sehr sonnigen Terrassen, Balkonen und Poolumrandungen berücksichtigt werden.

WPC ist zwar grundsätzlich splitterarm beziehungsweise splitterfrei, eine starke Erwärmung kann die Barfußnutzung jedoch zeitweise unangenehm machen.

WPC ist pflegeleicht, aber nicht pflegefrei

WPC-Terrassendielen müssen normalerweise nicht wie Holz regelmäßig geölt werden. Dennoch benötigen sie eine regelmäßige Reinigung.

Laub, Blütenstaub, Erde und andere organische Ablagerungen können Feuchtigkeit speichern und die Bildung von Algen oder Biofilmen begünstigen. Diese Ablagerungen können nicht nur die Optik verändern, sondern auch die Rutschhemmung beeinflussen.

Bei der Reinigung sollten ausschließlich geeignete Mittel und Verfahren verwendet werden. Vorrang haben immer die Pflegehinweise des Herstellers.

Wovon hängt die Lebensdauer einer Terrasse ab?

1. Wasser muss sicher ablaufen können

Dauerhafte Feuchtigkeit ist einer der größten Risikofaktoren für Terrassen aus Holz und Bambus. Auch bei WPC können stehendes Wasser, Schmutz und organische Ablagerungen die Oberfläche und die Konstruktion beeinträchtigen.

Die Terrasse sollte deshalb mit einem geeigneten Gefälle ausgeführt werden. Vorrang haben dabei immer die Verlegevorgaben des jeweiligen Herstellers.

2. Eine ausreichende Hinterlüftung

Eine gut hinterlüftete Terrasse kann nach Regen schneller trocknen. Das gilt für Dielen aus Holz, Bambus und WPC.

Die Unterkonstruktion hält die Dielen vom feuchten Untergrund fern und ermöglicht die Luftzirkulation. Eine Terrasse sollte deshalb nicht rundherum vollständig geschlossen werden.

3. Keine Staunässe unter der Terrasse

Auch unterhalb der Dielen muss Wasser zuverlässig ablaufen oder versickern können.

Auf Balkonen, Dachterrassen und Betonflächen dürfen vorhandene Abläufe nicht blockiert werden. Im Gartenbereich ist ein tragfähiger und wasserdurchlässiger Untergrund erforderlich.

4. Ausreichende Abstände zu festen Bauteilen

Terrassendielen dürfen nicht direkt an Hauswände, Mauern, Randsteine oder andere feststehende Bauteile anschließen.

Bei Holz und Bambus ermöglichen die Abstände den Feuchteausgleich und die natürliche Bewegung des Materials. Bei WPC sind sie zusätzlich wegen der temperaturbedingten Längenausdehnung besonders wichtig.

5. Die passende Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion sollte eine mindestens vergleichbare Gebrauchsdauer wie der sichtbare Terrassenbelag besitzen.

Besonders langlebige Dielen auf einer ungeeigneten oder wenig dauerhaften Unterkonstruktion zu montieren, ist nicht sinnvoll. Bei WPC- und Bambus-Terrassendielen sollte ausschließlich eine vom Hersteller freigegebene Unterkonstruktion verwendet werden.

Auch die Abstände zwischen den Unterkonstruktionsprofilen müssen genau eingehalten werden. Zu große Abstände können dazu führen, dass sich die Dielen übermäßig durchbiegen.

6. Qualität und Verarbeitung

Auch bei derselben Holzart oder Materialbezeichnung können erhebliche Qualitätsunterschiede bestehen.

Bei Holz sind unter anderem Kernholzanteil, Splintholzanteil, Trocknung und Sortierung entscheidend. Bei Bambus kommt es auf die Verdichtung und thermische Behandlung an. Bei WPC sind Materialrezeptur, Profilkonstruktion und Herstellungsqualität besonders wichtig.

7. Standort und Mikroklima

Eine sonnige und gut belüftete Terrasse trocknet meistens schneller als eine Terrasse in einem schattigen Innenhof.

Bäume, Hecken, Mauern, Dachüberstände und angrenzende Gebäude beeinflussen das Mikroklima. Laub, Erde und Blütenstaub können Feuchtigkeit auf der Oberfläche festhalten.

Die Gebrauchsdauer kann deshalb bei demselben Terrassenmaterial von Standort zu Standort unterschiedlich ausfallen.

8. Pflanzkübel und Möbel

Große Pflanzkübel, Aufbewahrungsboxen und Möbel mit geschlossenen Auflageflächen verhindern das gleichmäßige Trocknen der Dielen.

Kübel sollten deshalb auf Füßen oder geeigneten Abstandshaltern stehen und gelegentlich versetzt werden. Das gilt für Holz, Bambus und WPC gleichermaßen.

9. Reinigung und Pflege

Regelmäßige Reinigung entfernt Schmutz, Laub und organische Ablagerungen.

Bei Holz und Bambus kann ein geeignetes Terrassenöl die Wasseraufnahme der Oberfläche verringern und den Farbton länger erhalten. Bei WPC ist eine Ölbehandlung normalerweise nicht erforderlich und sollte nur erfolgen, wenn sie vom Hersteller ausdrücklich freigegeben ist.

Pflegemittel können eine fehlerhafte Konstruktion jedoch nicht ausgleichen.

Bedeutet eine hohe Dauerhaftigkeit automatisch wenig Pflege?

Nein. Dauerhaftigkeit und Pflegebedarf sind unterschiedliche Eigenschaften.

Sehr dauerhafte Holzarten können biologisch widerstandsfähig sein und trotzdem unter UV-Strahlung vergrauen. Diese Vergrauung ist zunächst eine optische Veränderung und bedeutet nicht automatisch einen Verlust der Festigkeit.

Auch Bambus kann ohne regelmäßige Pflege seinen ursprünglichen Farbton verlieren.

WPC muss normalerweise nicht geölt werden, kann sich aber ebenfalls farblich verändern. Zudem müssen Verschmutzungen und organische Ablagerungen entfernt werden.

„Pflegeleicht“ sollte deshalb nicht mit „pflegefrei“ verwechselt werden.

Welches Material ist für eine langlebige Terrasse am besten geeignet?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Die passende Wahl hängt von Standort, gewünschter Optik, Pflegebereitschaft, Verarbeitungsmöglichkeiten und Budget ab.

Sehr dauerhafte Harthölzer bieten eine hohe natürliche Widerstandsfähigkeit, benötigen jedoch eine sorgfältige Verarbeitung.

Robinie kann eine langlebige europäische Alternative darstellen, sofern das Material sorgfältig sortiert wurde.

Lärche und Douglasie sind preislich interessant, verlangen aber einen besonders guten konstruktiven Holzschutz.

Hochverdichtete Bambus-Terrassendielen können eine sehr formstabile und langlebige Alternative darstellen, wenn das Produkt hochwertig verarbeitet und fachgerecht montiert wird.

WPC-Terrassendielen eignen sich besonders für Kunden, die eine gleichmäßige Optik und einen vergleichsweise geringen Pflegeaufwand wünschen. Die Qualität des Produktes und die genaue Einhaltung der Montagevorgaben sind dabei entscheidend.

Fazit: Nicht nur das Material entscheidet

Eine hohe natürliche Dauerhaftigkeit oder ein widerstandsfähiger Verbundwerkstoff sind gute Voraussetzungen für eine langlebige Terrasse. Sie stellen jedoch keine Garantie dar.

Entscheidend ist das Zusammenspiel aus:

  • einem geeigneten und hochwertigen Terrassenmaterial,
  • einer dauerhaft tragfähigen Unterkonstruktion,
  • einem sicheren Wasserablauf,
  • ausreichender Hinterlüftung,
  • korrekten Abständen,
  • einer fachgerechten Befestigung,
  • der Einhaltung der Herstellerangaben sowie
  • regelmäßiger Reinigung und Pflege.

Eine fachgerecht montierte Terrasse aus einem mäßig dauerhaften Material kann länger halten als eine falsch konstruierte Terrasse aus einer sehr dauerhaften Holzart oder einem hochwertigen WPC-Produkt.

Die Lebensdauer sollte deshalb niemals nur anhand des Namens einer Holzart oder der Materialbezeichnung WPC beurteilt werden.