Terrassendielen aus Bambus, ein Naturwerkstoff.
Bambus ist Natur – und Natur verändert sich
Warum wir Ihnen auch mögliche Veränderungen der Oberfläche zeigen.
Wir könnten Ihnen an dieser Stelle ausschließlich perfekte, frisch verlegte Bambusterrassen zeigen. Das würde schön aussehen – wäre aber nicht unsere Art der Beratung.
Bambus ist ein Naturwerkstoff. Und genau wie eine hochwertige Holzterrasse verändert sich auch eine Bambusterrasse durch Sonne, Regen, Temperatur und die tägliche Nutzung. Farbe und Oberfläche entwickeln mit der Zeit ihren eigenen Charakter.
Deshalb zeigen wir Ihnen bewusst auch Beispiele möglicher natürlicher Veränderungen. Nicht, um Sie vom Kauf abzuschrecken, sondern damit Sie von Anfang an wissen, was ein Naturprodukt im Außenbereich ausmacht.
Wichtig dabei: Nicht jede der hier gezeigten Veränderungen tritt bei jeder Terrasse auf. Lage, Witterung, Konstruktion und Pflege haben einen großen Einfluss darauf, wie sich eine Terrasse über die Jahre entwickelt.
Viele dieser Veränderungen sind rein optischer oder oberflächlicher Natur und bedeuten nicht, dass die Bambusdiele ihre Qualität, Stabilität oder Langlebigkeit verliert. Mit einer fachgerechten Verlegung und der richtigen Pflege lassen sie sich zudem deutlich reduzieren.
Für uns gehört Transparenz zu einem guten Produkt.
Wer sich für eine Bambusterrasse entscheidet, soll nicht nur wissen, wie schön sie am ersten Tag aussieht, sondern auch, wie sie sich als echtes Naturmaterial entwickeln kann.
Wir möchten, dass Sie Ihre Entscheidung bewusst treffen – und sich auch nach vielen Jahren noch über Ihre Terrasse freuen.
Denn Natürlichkeit bedeutet nicht, dass ein Material unverändert bleibt. Natürlichkeit bedeutet, dass es leben und sich verändern darf.
Der Naturwerkstoff Bambus ist seit Jahrhunderten ein sehr beliebter Baustoff der Menschen in Asien. Sehr hohe Festigkeit, gute Bearbeitungsmöglichkeiten und der unverwechselbare Charakter unterstreichen die Einzigartigkeit dieses Naturproduktes.
Terrassendielen sind Naturprodukte und weisen daher materialtypische Eigenschaften auf, die bewusst akzeptiert werden sollten.
Jede einzelne Terrassendiele weist aufgrund ihrer natürlichen Struktur individuelle Merkmale auf. Daher kann jede Diele unterschiedlich schnell oder stark auf Witterungseinflüsse reagieren.
Wie verändern sich Bambus-Terrassendielen durch Sonne und Wetter?
Eine Bambusterrasse verändert sich im Laufe der Zeit. Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Bambus ist trotz thermischer Behandlung und hoher Verdichtung ein pflanzlicher Werkstoff. Die Dielen reagieren deshalb auf:
- UV-Strahlung,
- Regen,
- Luftfeuchtigkeit,
- Trockenheit,
- Hitze,
- Frost
- und wechselnde Temperaturen.
Dadurch kann eine Terrasse nach einigen Jahren anders aussehen als unmittelbar nach der Verlegung.
Zu den typischen Veränderungen gehören:
- das Verblassen des ursprünglichen Farbtons,
- natürliche Vergrauung,
- feine Haarrisse oder Trockenrisse,
- leichte Aufrauungen,
- vereinzelte Spreißel,
- geringfügige Dimensionsveränderungen,
- oberflächliche Stockflecken oder Grünbeläge.
Wie stark diese Erscheinungen auftreten, hängt erheblich von Lage, Bewitterung, Pflege und Konstruktion der Terrasse ab. Selbst einzelne Dielen derselben Fläche können unterschiedlich reagieren.
Die wichtigsten natürlichen Veränderungen auf einen Blick
| Veränderung | Ursache | Was bedeutet das? |
|---|---|---|
| Farbverlust | UV-Strahlung und Witterung | Natürlicher Alterungsprozess |
| Vergrauung | Abbau von Farbpigmenten | Hauptsächlich optische Veränderung |
| Haarrisse | Feuchte- und Temperaturwechsel | Materialtypische Oberflächenveränderung |
| Raue Oberfläche | Quellen, Schwinden und Witterung | Kann bei der Pflege geglättet werden |
| Spreißelbildung | Bewegung der langen Bambusfasern | Vereinzelt möglich |
| Leichte Dimensionsänderung | Feuchteaufnahme und -abgabe | Bambus arbeitet trotz hoher Formstabilität |
| Stockflecken | Feuchtigkeit und organische Ablagerungen | Reinigung und Pflege erforderlich |
| Grünbelag | Feuchtigkeit, Schatten, Pollen und Schmutz | Oberflächlich entfernbar |
| Kreuzschälung | Starke Temperaturwechsel | Seltene oberflächliche Veränderung |
| Unterschiedliche Alterung einzelner Dielen | Naturmaterial und unterschiedliche Belastung | Normales Erscheinungsbild möglich |
Genau wie Holz durchläuft auch Bambus einen natürlichen Alterungsprozess, bei dem die anfängliche Tönung nach und nach verblasst. Um Bambus witterungsbeständig zu machen, wird er thermisch behandelt. Dabei karamellisiert der natürliche im Bambus enthaltene Zucker, was für den warmen Farbton sorgt. Diese thermisch erzeugten Farbstoffe sind jedoch weniger stabil gegenüber UV-Strahlung, als natürliche Holzpigmente.
Regen, Schnee und Luftfeuchtigkeit lassen die Oberfläche aufquellen und wieder trocknen. Diese ständigen Feuchtigkeitswechsel fördern ebenfalls den Abbau der Farbpigmente. Starke Temperaturschwankungen können die Bambusfasern leicht aufrauen, was die Oberfläche für UV-Licht anfälliger macht.
Bild: Diese Bambusdielen im Farbton "Sand" haben Ihren Originalfarbton verloren. Eine entsprechende Unterhaltspflege würde hier die Farbgebung wieder intensivieren.
Obwohl Bambus botanisch ein Gras ist, enthält er viel Lignins. Lignin ist ein natürliches Biopolymer, das Pflanzenfasern festigt. Lignin sorgt für eine enorme Festigkeit und Druckbeständigkeit von Bambusfasern. Beim Abbau des Lignin, durch UV-Strahlung, werden Farbstoffe zerstört, die Oberfläche verliert ihre warme Farbe.
Das Bild zeigt verblasste Dielen (links) im Farbton "coffee" und bereits wieder geölte Dielen (rechts).
Wer den Originalfarbton möglichst lange behalten möchte, muss konsequent - mehrmals im Jahr - ölen. Das gilt insbesondere bei den Dielen im Farbton "Sand". Aufgrund der hier deutlich schwächeren Pigmentierung, ist das Verblassen des "Originalfarbtons" und die Bildung eines Grauschleiers recht schnell möglich. Das ist ein unvermeidbarer natürlicher Prozess (siehe Bild).
Im Rahmen der Unterhaltspflege - in Verbindung mit dem Einsatz des Terrassen-Cleaner, kann dem Grauschleier entgegengewirkt werden.
Fazit:
Bambus ist ein hochverdichteter, pflanzlicher Werkstoff mit hoher Härte, guter Formstabilität und einer charakteristischen natürlichen Optik.
Wie andere Naturmaterialien verändert sich auch eine Bambus-Terrassendiele durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und die tägliche Nutzung.
Insbesondere die ursprüngliche Farbgebung kann im Laufe der Bewitterung verblassen und sich zu einer natürlichen Vergrauung entwickeln. Dieser Vorgang ist materialtypisch und lässt sich durch regelmäßige Reinigung und Pflege beeinflussen, jedoch nicht vollständig verhindern.
Die beschriebenen Veränderungen gehören zum natürlichen Verhalten des Materials und sollten bereits bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden. Diese Vorgänge unterstreichen die Natürlichkeit des Werkstoff Bambus.
Tipps & Tricks, um Farbveränderung entgegenzuwirken:
- Nach der Montage eine erste Pflege durchführen. Das Bambus Pflegeöl zieht in das Material ein und schützt vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit.
- Farbig pigmentierte Öle, bieten einen besseren UV-Schutz als farblose Öle. Wichtig! Keine Holz-Pflegeprodukte verwenden.
- Regelmäßig nachölen. Je nach Witterung 1–2- mal im Jahr (Frühjahr und Spätsommer/Herbst).
- Vor dem Ölen die Fläche immer gründlich reinigen und trocknen lassen. Ein dünner, gleichmäßiger Ölauftrag reicht aus.
Bambus unterliegt einem typischen witterungs- und materialbedingten Quell- und Schwindverhalten von ca. +- 3%. Strukturbedingt findet das Quellen und Schwinden nicht gleichmäßig statt. Infolgedessen kann es zu einer Spreißelbildung kommen.
Aufgrund der natürlichen Struktur des Bambus sind ggf. entstehende Splitter im Vergleich zu Holz feiner und länger. Die Terrassendielen bestehen aus langen Faserbündeln, die über die gesamte Brettlänge gehen.
Diese Veränderungen können bereits kurzfristig nach der Montage auftreten. Wie bei handelsüblichen Harthölzern ist unsere Terrassendiele nicht als Barfußdiele zu bezeichnen.
Sollten einmal Rauigkeiten oder Spreißel entstehen, können diese, im Rahmen der Unterhaltspflege bis zu einem gewissen Grad, mit unserem Silizium-Besenkopf wieder geglättet und Ablösungen beseitigt werden.
Treten dagegen ungewöhnlich starke Veränderungen an vielen Dielen gleichzeitig auf, sollte zusätzlich geprüft werden, ob konstruktive Ursachen vorliegen.
Dazu gehören beispielsweise:
- dauerhaft stehendes Wasser,
- fehlendes Gefälle,
- schlechte Hinterlüftung,
- zu geringe Randabstände.
Abhängig vom Pflegezustand, der Lage der Terrasse, der Belüftungssituation und der Einhaltung des vorgeschriebenen Gefälles !!!! (wichtigster Hebel bei diesem Thema), können mit der Zeit oberflächige Verunreinigungen (z.B. Grünspan, Stockflecken oder Schimmel) entstehen.
Einer der häufigsten Montagefehler ist eine nahezu waagerechte Terrassenfläche. Regen, Tauwasser und Schnee bringen regelmäßig Feuchtigkeit auf die Oberfläche. Kann dieses Wasser nicht ausreichend schnell ablaufen, bleibt die Terrasse länger feucht.
Dadurch können:
- Pfützen entstehen,
- Verschmutzungen zurückbleiben,
- die Dielen langsamer trocknen,
- Grünbeläge begünstigt werden,
- Unterkonstruktion und Dielen länger Feuchtigkeit ausgesetzt sein.
Die Montageunterlagen weisen ausdrücklich darauf hin, dass fehlendes Gefälle Staunässe und Feuchteschäden begünstigen kann.
Aber auch bilden Pollen, Laub, Staub und andere Ablagerungen einen Nährboden für Schimmel und Moose. Dies ist ein natürlicher Prozess und kann selbst bei optimalen Reinigungs- und Pflegeintervallen nicht zu 100% ausgeschlossen werden.
Stockflecken entstehen auch, wenn sich Staunässe unter Blumenkübel, Gartenmöbel und Sonnenschirmständer bildet. Tipp: Platzieren Sie z.B. Blumenkübel auf Füßen etc. Gartenmöbel gelegentlich verrücken damit die Feuchtigkeit darunter abtrocknen kann.
Zur Reinigung verwenden Sie z.B. unseren Terrassen-Cleaner oder den Anti-Belag-Reiniger.
In Kombination mit unserem Silizium-Besenkopf kann das Reinigungsergebnis deutlich verbessert werden, da Verschmutzungen besonders effektiv und schonend entfernt werden.
Nach einer gründlichen Reinigung empfehlen wir, die Terrassendielen mit einem hochwertigen Bambus-Pflegeöl zu behandeln. So wird die Farbintensität wieder aufgefrischt und gleichzeitig der natürliche Witterungsschutz der Oberfläche erneuert.
Um der Bildung von Stockflecken und biologischen Ablagerungen vorzubeugen, sollte die Unterhaltspflege regelmäßig – idealerweise 2× pro Jahr – durchgeführt werden. Das Bambus-Pflegeöl wirkt dabei vorbeugend gegen Bläue, Fäulnis und Schimmel und unterstützt die Langlebigkeit der Oberfläche nachhaltig.
Terrassendielen aus Bambus unterliegen – ebenso wie Hartholz – keiner DIN-Norm. Daher sind typische materialbedingte Eigenschaften wie Trockenrisse, raue Oberflächen oder eine mögliche Splitterbildung grundsätzlich zulässig. Diese stellen keinen Reklamationsgrund dar und haben keinerlei Einfluss auf die statischen Eigenschaften oder die Haltbarkeit des Materials.
Auch Verwerfungen von bis zu 2 mm je 100 mm Breite gelten als zulässig. Trotz hochmoderner Produktionsverfahren lassen sich diese natürlichen Merkmale – wie auch bei anderen Terrassenhölzern – nicht vollständig vermeiden.
Diese optischen und haptischen Veränderungen beeinträchtigen weder die Langlebigkeit noch die Stabilität der Bambusterrasse.
Mit einer regelmäßigen Unterhaltspflege (2× pro Jahr) können witterungsbedingte Veränderungen deutlich reduziert werden. Sollten solche Merkmale verstärkt auftreten, betrifft dies in der Regel nur einzelne Dielen.
Wann entstehen Haarrisse besonders häufig?
Sie können insbesondere sichtbar werden bei:
- längeren Hitzeperioden,
- starker Sonneneinstrahlung,
- schnellen Feuchtewechseln,
- trockener Sommerwitterung.
Diese natürlichen Veränderungen können bereits kurz nach der Verlegung auftreten, insbesondere in den Sommermonaten bei längeren Hitzeperioden.
Ein fehlendes oder nicht ausreichend ausgeführtes Gefälle (2 %) sowie eine unzureichende Unterlüftung der Terrassenkonstruktion können die Entstehung solcher Oberflächenveränderungen zusätzlich begünstigen.
Bitte beachten Sie außerdem, dass Veränderungen auf glatten Oberflächen in der Regel schneller sichtbar sind als auf profilierten Oberflächen.
Bei dauerhaft sehr nassen Witterungsverhältnissen kann die ursprünglich glatte Oberfläche eine sicht- und fühlbare Struktur entwickeln. Diese natürlichen Veränderungen haben keinen negativen Einfluss auf die Langlebigkeit oder Stabilität der Bambusterrasse.
Mit einer regelmäßigen Unterhaltspflege (2× pro Jahr) können witterungsbedingte, haptische und optische Veränderungen reduziert werden, jedoch nicht vollständig verhindert werden.
Bitte beachten Sie außerdem, dass solche Veränderungen auf glatten Oberflächen in der Regel deutlich schneller sichtbar sind als auf profilierten Oberflächen.
Aufgrund der natürlichen Eigenschaften von Bambus kann es an der Oberfläche vereinzelt zu einer sogenannten Kreuzschälung kommen. Durch starke Temperaturwechsel können dabei feine Risse entstehen, die quer zur Faser verlaufen. In seltenen Fällen kann sich auch eine sehr dünne Oberflächenschicht leicht ablösen.
Dies ist ein natürlicher, materialtypischer Vorgang und kein Qualitätsmangel.
Im Rahmen der regelmäßigen Unterhaltspflege kann die Oberfläche mit unserem Silizium-Besenkopf schonend geglättet und gepflegt werden.
Was ist normal – und was sollte geprüft werden?
| Erscheinung | Häufig natürliche Veränderung | Genauer prüfen, wenn … |
|---|---|---|
| Gleichmäßige Vergrauung | Ja | Ungewöhnliche Verfärbungen nur punktuell auftreten |
| Leichter Farbverlust | Ja | Starke lokale Flecken entstehen |
| Einzelne feine Haarrisse | Möglich | Risse ungewöhnlich groß oder zahlreich werden |
| Leichte Aufrauung | Möglich | Große Flächen stark abfasern |
| Einzelne Spreißel | Möglich | Starke Splitterbildung auf vielen Dielen auftritt |
| Leichte Dimensionsänderung | Möglich | Dielen sich deutlich aufwölben oder verklemmen |
| Etwas Grünbelag | Möglich | Die Fläche dauerhaft nass bleibt |
| Stockflecken | Möglich | Der Befall trotz Reinigung stark zurückkehrt |
| Leichte Farbunterschiede | Normal möglich | Einzelne Bereiche dauerhaft feucht wirken |
| Starke Verformung | Nicht einfach ignorieren | Konstruktion, Entwässerung und Hinterlüftung kontrollieren |
Alle hier aufgeführten natürlichen Veränderungen, können - müssen aber nicht zwingend auftreten. Je nach Lage und witterungsbedingter Beanspruchung können die genannten Merkmale unterschiedlich stark ausgeprägt sein, bis gar nicht auftreten.
Werden die unten beschriebenen "Grundgesetzte" nicht eingehalten begünstigt dieses jedoch das verstärkte Entstehen der oben beschriebenen Veränderungen.
So reduzierst du witterungsbedingte Veränderungen
Die wichtigsten Maßnahmen beginnen bereits bei der Planung.
1. Etwa 2 % Gefälle einhalten
Damit Wasser schnell von der Terrasse ablaufen kann.
2. Ausreichende Randabstände einhalten
Etwa 2 cm zu festen Bauteilen ermöglichen Materialbewegung und unterstützen die Belüftung.
3. Terrasse von unten belüften
Randbereiche nicht vollständig verschließen.
4. Organische Verschmutzungen regelmäßig entfernen
Laub, Erde und Pollen nicht dauerhaft liegen lassen.
5. Pflanzkübel nicht dauerhaft vollflächig aufstellen
Unterseite belüften und gelegentlich versetzen.
6. Oberfläche regelmäßig kontrollieren
Kleine Veränderungen lassen sich wesentlich einfacher behandeln als stark verwitterte Flächen.
7. Terrassendielen regelmäßig pflegen
Wer die ursprüngliche Farbe erhalten möchte, sollte abhängig von Lage und Beanspruchung regelmäßig mit einem geeigneten pigmentierten Bambus-Pflegeöl nachpflegen.
Wann muss eine Bambusdiele ausgetauscht werden?
Eine vergraute oder oberflächlich leicht veränderte Diele muss nicht automatisch ersetzt werden.
Ein Austausch kann beispielsweise sinnvoll werden, wenn eine Diele:
- strukturell stark beschädigt ist,
- nicht mehr sicher befestigt werden kann,
- stark und dauerhaft verformt ist,
- durch ein außergewöhnliches Ereignis gebrochen wurde,
- ihre sichere Nutzbarkeit verloren hat.
Vor einem Austausch sollte allerdings immer die Ursache geklärt werden. Wenn beispielsweise dauerhaft stehendes Wasser die Ursache war, bringt der Austausch einzelner Dielen wenig, solange die Entwässerung nicht korrigiert wird.
Die Lebensdauer einer Terrasse wird nicht nur von der Dauerhaftigkeit des verwendeten Holzes bestimmt, sondern auch maßgeblich von der Umsetzung einer fachgerechten Montage.
Halten Sie sich bei der Planung und Montage an alle örtlichen Bauvorschriften und Regelwerke, z.B. Fachregeln 02 BDZ" und "Anwendungsempfehlungen für Balkon- und Terrassenbeläge GD-Holz".
Wovon hängt die Lebensdauer einer Terrasse ab?
Vermeidung von Staunässe
Unterhalb der Dielen muss Wasser zuverlässig ablaufen oder versickern können. Auf Balkonen, Dachterrassen und Betonflächen dürfen vorhandene Abläufe nicht blockiert werden. Im Gartenbereich ist ein tragfähiger und wasserdurchlässiger Untergrund erforderlich.
Ausreichende Abstände zu festen Bauteilen
Bei Holz und Bambus ermöglichen die Abstände den Feuchteausgleich und die natürliche Bewegung des Materials.
Ein direkter Anschluss der Terrassenfläche an Rasen, Steinen oder an das Erdreich ist unbedingt zu vermeiden. Zu allen festen Begrenzungen z.B. Hauswänden, Gartenmauern etc. ist eine Dehnungsfuge von ca. 2 cm zu berücksichtigen. Der erforderliche Abstand dient dem konstruktiven Holzschutz und ermöglicht es dem Naturprodukt Bambus, auf Feuchtigkeit und Temperaturen zu reagieren. Bambus ist ein hygroskopisches Material. Bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit nehmen die Bambusfasern Feuchtigkeit auf und die Bambusdiele dehnt sich aus das sogenannte Quellen und bei Sonne und Trockenheit, gibt das Material Feuchtigkeit ab, und die Diele zieht es sich wieder zusammen das s.g. Schwinden.
Wenn die Dielen jetzt so montiert werden dass diese keinen Platz zum Ausdehnen haben, entstehen Kräfte die sich dann in der Fläche abbauen. Die sichtbaren Folgen:
Dielen wölben sich.
Dielen splittern verstärkt.
Dielen verklemmen sich bei der Ausdehnung.
Befestigungen können gelockert werden oder abreißen.
Für eine lange Haltbarkeit müssen die Dielen schnell trocknen können. Neben dem Gefälle ist eine ausreichende Hinterlüftung zwingend erforderlich. Ein ausreichender Abstand zu den feststehenden Bauteilen sorgt dafür, das eine Luftzirkulation das gesamte Deck von unten umströmt. Dadurch trocknen die Dielen besser ab und bleiben länger haltbar
Eine ausreichende Hinterlüftung
Eine gut hinterlüftete Terrasse kann nach Regen schneller trocknen. Die Unterkonstruktion hält die Dielen vom feuchten Untergrund fern und ermöglicht die Luftzirkulation. Eine Terrasse darf deshalb nicht rundherum vollständig geschlossen werden.
Terrasse muss also zwingend von den Seiten aus hinterlüftet werden. So werden Spannungen verhindert, die zu Verwerfungen bzw. Aufschüsseln des Belages führen können. Ein komplettes Verschließen der Unterkonstruktion (siehe nachfolgende Bilder) ist nicht zulässig. Eine fehlende Hinterlüftung und die daraus ggf. resultierende Staunässe können zu irreparablen Schäden an den Dielen führen.
Bei dem nachfolgenden Beispiel wurde das Thema Hinterlüftung komplett ignoriert. Der Aufbau der Terrasse ist von allen vier Seiten hermetisch abgeriegelt, zusätzlich wurde auch noch ein Fugenband eingesetzt. Eine Luftzirkulation unter dem Deck ist hier nicht möglich. Die Folge, die Dielen sind von unten dauerhaft feucht, verformen sich und werden irreparabel beschädigt.
Wasser muss sicher ablaufen können
Dauerhafte Feuchtigkeit ist einer der größten Risikofaktoren für Terrassen aus Holz und Bambus. Auch bei Bambus können stehendes Wasser, Schmutz und organische Ablagerungen die Oberfläche und die Konstruktion beeinträchtigen. Die Terrasse muss daher grundsätzlich mit einem geeigneten Gefälle ausgeführt werden (2%) .
Warum ein korrektes Gefälle unverzichtbar ist:
- Wenn eine Terrasse ohne ausreichendes Gefälle montiert wird, bleibt Regenwasser in Form von Pfützen auf den Dielen länger stehen. Dauerhaft feuchtes Holz oder Bambus ist der ideale Nährboden für holzzersetzende Pilze, Moose, Schimmel und Fäulnis.
- Naturmaterialien vertragen dauerhafte Feuchtigkeit schlecht. Sie können aufquellen, sich verziehen oder schneller verrotten. Durch ein Gefälle fließt das Wasser schneller ab, und die
Terrasse kann nach einem Regenschauer schneller wieder abtrocknen, das erhöht die Haltbarkeit des Terrassendecks, inkl. der Unterkonstruktion. Im Winter kann stehendes Wasser gefrieren und das Material schädigen. - Ein fehlendes Gefälle ist einer der häufigsten Montagefehler bei Terrassen. Wer hier nicht sauber arbeitet, läuft Gefahr die Terrasse schon nach wenigen Jahren aufwendig sanieren oder komplett erneuern zu müssen.
So Bitte nicht!
Bei allen nachfolgenden Beispielen ist der vorgeschrieben Abstand (ca.2 cm) zu feststehenden Bauteilen - angrenzen Belägen nicht eingehalten und oder wurde hier der Terrassenaufbau von allen Seiten komplett so verschlossen so das keine Luftzirkulation unter dem Terrassendeck erfolgen kann. Auch wurden keine Draingitter verbaut - ein Gefälle ist nicht erkennbar. Staunässe und Schäden an die Dielen sind so nahezu unvermeidbar.
Materialien mit natürlicher Ausstrahlung liegen im Trend, diese sind aber nicht ohne Pflege zu haben. Durch eine regelmäßige Pflege können Sie sicherstellen, dass Ihre Terrassendielen nicht nur optisch ansprechend bleiben, sondern auch ihre Funktionalität über viele Jahre hinweg behalten. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrer neuen Bambusterrasse haben, möchten wir Ihnen einige Tipps für die Pflege geben.
